Materialien - Warum HPL effektiver ist


Das richtige Material wählen!

Um Ihnen einen besseren Überblick zu verschaffen, haben wir uns mit erfahrenen Hobbygärtnern, Tischlern und Baubiologen zusammengesetzt, um mehr über Hochbeete herauszufinden.

Sich ein Hochbeet anzuschaffen oder selbst zu bauen ist zwar kostspielig, lohnt sich aber gerade für Gärten, die in ihrer Größe überschaubar sind. Größter Vorteil: ein Hochbeet ist über das gesamte Jahr verwendbar. Wie aber wähle ich das geeignete Material für mein Hochbeet aus?

Die gängigsten Hochbeete, die man in vielen Gärten zu sehen bekommt bestehen aus Holz. Eines der wichtigsten Argumente für Holz stellt hier ganz klar die Optik dar. Da Holz, ein Naturprodukt ist, ist hier die richtige Auswahl der Holzart zu beachten. Nicht alle Holzarten eigenen sich für eine lange Lebensdauer der Hochbeete. Wir haben für Sie die wichtigsten Holzarten zusammengeführt und diese anhand der Erfahrungen analysiert.

 

Der Unterschied zwischen Weichholz und Hartholz

In der Holzbeetindustrie wird bei den Hölzern grundsätzlich zwischen Weich- und Hartholz unterschieden. Der einzige Unterschied, existiert in der Dichte des Holzes. Hier gilt: je leichter das Holz, desto geringer ist seine Dichte und desto weicher ist das Holz. Hartholz hat aufgrund der Dichtigkeit eine höhere Lebensdauer.

 

Fichtenholz / Tannenholz 50mm Stärke

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Das naturbelassene Fichtenholz gehört zu der Kategorie Weichholz. Der einzige Vorteil bei Weichholz, ist die relativ günstige Anschaffung. Für den Bau eines Hochbeetes ist diese Art von Holz aber eher ungeeignet. Wer Fichtenholz verwendet, wird sich schon kurz nach dem Bau über die schnell abfallende Qualität des Holzes ärgern.

 

Lärche / Douglasie / Kiefer 50 mm Stärke 

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Naturbelassenes Lärchenholz ist im Vergleich zu Fichtenholz stabiler. Das Holz verfügt über eine höhere natürliche Dauerhaftigkeit als beispielsweise das häufig verwendete Fichtenholz. Trotz der vielen positiven Eigenschaften von Douglasieholz, gibt es einen Kritikpunkt den man hier beachten muss. Das Holz gilt als witterungsfest, kann aber von Pilzen befallen werden. Dies tritt häufig ein, wenn Splintholz mitverarbeitet wird. Gegen den Pilzbefall benötigt das Holz im Freien einen entsprechenden Schutz. Um aber eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, darf hier kein Splintholz verarbeitet werden.

 

Alte Paletten

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Um ein Hochbeet aus Europaletten zu bauen gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Die Paletten können als stabile Basis genutzt werden, um sie anschließend zu einem Hochbeet zusammenzustecken. Auf den ersten Blick, scheint die Palette hierfür gut geeignet zu sein. Doch Europaletten halten vergleichsweise nicht all zu lang, da die Zwischenkufen meistens aus einer Spannplatte bestehen und diese schnell zerbröseln. Zudem sollte darauf geachtet werden, ob vorhandene Nägel vollständig beseitigt worden sind.

 

Eiche / Robnie / Akazie

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Eichenholz ist im Vergleich zu Fichtenholz und Lärchenholz am robustesten. Abgesehen davon, dass das Eichenholz sehr teuer ist, ist dieses Holz auch sehr schwer. Das größere Gewicht schränkt die Beweglichkeit des Hochbeetes ein und kompliziert eine Installation auf beispielsweise Balkonen. Eichenholz enthält außerdem viel Gerbsäure. Damit es nicht zu den typischen blau-schwarzen Verfärbungen kommt, sollten Beschläge aus Nichteisenmetalle verwendet werden. Zudem muss auch hier darauf geachtet werden, dass kein Splintholz mitverarbeitet wird, da dadurch Holzwürmer entstehen können und diese das Holz zerfressen.

 

Metall / Blech

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Ein Hochbeet ist über das ganze Jahr unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt, so auch bei Metall. Hochbeete aus galvanisch verzinktem Stahlblech sind zwar günstig in der Anschaffung, haben aber keine besondere Lebensdauer. Regen und Schnee können beispielsweise das Material beanspruchen und den Zustand deutlich verschlechtern. Feuerverzinkte Hochbeete halten dagegen sehr gut, allerdings kann das hohe Gewicht des Materials den Aufbau erschweren.

 

Natursteinen / Ziegelstein im Trockenbau

Ein Hochbeet aus Naturstein oder Ziegelstein zu bauen ist bedenkenlos eine gute Idee. Hier sollte man jedoch darauf achten keinen Mörtel zu benutzen. Gemörtelte Natursteine lassen sich nicht einfach wieder abbauen und sollten daher bewusst eingesetzt werden. Ein späterer Ortswechsel für das Hochbeet, wäre demnach extrem unvorteilhaft. Generell lässt sich aber sagen, dass Naturstein eine ganze Reihe an guten Attributen gegenüber anderen Materialien besitzt. Da Stein im allgemeinen sehr robust ist, wird das Hochbeet hier einige Jahre erhalten bleiben. Nachteil bei Naturstein: durch kleine Ritzen und Höhlen, bietet das Hochbeet aus Naturstein einen Unterschlupf für Schnecken und Mäuse.

 

Hochbeet aus HPL

HPL ist die Bezeichnung für High Pressure Laminate, ein unter Hochdruck gepresstes Laminat. Bei der Herstellung von HPL, werden mehrere Papierschichten in Harz (Melamin) getaucht, hierdurch entsteht nach dem Aushärten ein Kunstoff, der nicht mehr geschmolzen werden kann und Temperaturen bis zu 180 Grad standhält. Sie stellen eine sehr gute Alternative zu Holz und anderen Materialien dar. Die HPL-Platten sind vor allem von der Widerstandsfähigkeit und Biegefestigkeit unverwüstlich. Zudem sind die HPL-Platten äußerst umweltfreundlich und langlebig. HPL-Platten sind energiesparend und können auch recycelt werden. Außerdem sind die Platten wasser- sowie feuchtigkeitsabweisend vor dem Eindringen von Sonnenlicht geschützt. Da das Material keinen Nährboden für Insekten und Bakterien bietet, sind HPL-Platten sehr hygienisch und pflegeleicht. HPL-Platten sind nicht nur praktisch - sie sind auch optisch ein richtiger Hingucker – visuell geben die Platten einiges her. Die Deckschicht der Platten ermöglicht es uns eine große Auswahl an Mustern und Farben einzusetzen. Ihr Hochbeet kann also ganz nach Ihrem Wunsch glänzen.